Was ist die Mehrwertsteuer (MWST)?
Kurzer Ueberblick: was die MWST ist, wer sie schuldet und welche Saetze in der Schweiz heute gelten.
Die Mehrwertsteuer (MWST) ist eine indirekte Steuer auf den Konsum von Waren und Dienstleistungen. Sie wird auf jeder Wertschoepfungsstufe erhoben – deshalb der Name. Ein Unternehmen zieht die MWST, die es selbst auf seinen Eingaengen bezahlt hat (“Vorsteuer”), von der auf seinen Ausgaengen abgezogen ab und liefert nur die Differenz an die ESTV ab.
Wer ist MWST-pflichtig?
In der Schweiz wird ein Unternehmen MWST-pflichtig, sobald sein steuerbarer Umsatz im Inland CHF 100’000 pro Jahr ueberschreitet. Fuer gemeinnuetzige Vereine und Sportvereine gilt eine erhoehte Schwelle von CHF 250’000.
Welche Saetze gelten heute?
Seit dem 1. Januar 2024 gelten in der Schweiz drei Saetze:
- Normalsatz: 8.1 % – fuer die meisten Waren und Dienstleistungen.
- Reduzierter Satz: 2.6 % – fuer Lebensmittel, Buecher, Zeitungen, Medikamente und weitere Gueter des taeglichen Bedarfs.
- Sondersatz: 3.8 % – fuer Beherbergungsleistungen (Hotellerie).
Diese Saetze gelten unabhaengig von der gewaehlten Abrechnungsmethode.
Wie wird abgerechnet?
Die ESTV verlangt von MWST-pflichtigen Unternehmen eine periodische Abrechnung: in der Regel quartalsweise, bei kleinen Umsaetzen auch halbjaehrlich oder jaehrlich. Innerhalb von 60 Tagen nach Ende der Periode muss die Abrechnung eingereicht und der Saldo bezahlt sein.
Welche Abrechnungsmethode fuer Ihr Unternehmen passt – effektive Methode, Saldosteuersatz oder Pauschalsteuersatz – schauen wir uns im naechsten Artikel an: MWST-Methoden im Vergleich.